“kabaddi, kabaddi” – Ein Sport, der Dir den Atem raubt

Eine Mischung aus Ringkampf und Fangspiel dominiert derzeit die Berichterstattung in den Sportkanälen indischer Medien. Der Name des Mannschaftssports ist Kabaddi. Und ganz ehrlich, sowohl Spielverlauf, Athletik als auch Regelwerk sind für mich als Ausländer wesentlich interessanter als Indiens Nationalsport Nr. 1 Cricket.

In einem Satz erklärt geht es darum als sg. Räuber (Raider) einen der Gegenspieler in deren Hälfte des Spielfeldes zu berühren (oder sogar zu treten) und danach rechtzeitig ins eigene Spielfeld zurückzukommen  bzw. die eigene Spielfeldhälfte irgendwie zu berühren. Und das versuchen die Gegenspieler mit allen Mitteln zu verhindern. Den genauen Ablauf beschreibe ich am Ende dieses Beitrags.

Das Besondere daran:

Als Raider darf man nicht atmen! Ob der Spieler atmet oder nicht, ist einfach nachzuvollziehen: Er muss ständig “kabaddi kabaddi” rufen. Der Name Kabaddi leitet sich von einem Sanskrit-Wort ab (Kar-badhi), das so viel wie Hand halten bedeutet. Das, nämlich Händchen halten, müssen die Gegner des Raiders bis einer von Ihnen vom Raider berührt wurde. Danch geht die wilde Jagd auf den Raider los.

Diese sg. Raids sind spektakulär anzusehen – vorallem die Tackles der Gegner des Raiders. Wie dynamisch diese Kombination aus “Teamwrestling” und Fangspiel aussieht, sieht man auf der Broadcaster Website zur Pro kabaddi league. Dort werden auch die Regeln mit Videos erklärt.

Die Vermarktung der indischen Pro kabaddi league  sieht beim Sportsender Starsports so aus:

 

Einem etwas anderen Regelwerk folgt die World Kabaddi League 2014. Das Spielfeld ist größer. Und hier scheint es das Ziel der Verteidiger zu sein, den Raider solange im eigenen Spielfeld zu beschäftigen, bis ihm die Luft ausgeht und er freiwillig (ohne) Beute in seine Hälfte zurückkehrt. Sollte es zu einer Berührung kommen, darf scheinbar nur ein Verteidiger den Raider bei der Rückkehr ins eigene Spielfeld behindern.

Mehr über kabaddi auf sueddeutsche.de

Erklärung auf Wikipedia.de:

Jede Mannschaft besitzt eine Hälfte des Spielfelds. Ziel des Spiels ist es, gegnerische Spieler entweder abzuschlagen oder gefangen zu nehmen.

Dafür wird von einer Mannschaft ein Räuber (Raider) ausgesandt, der die gegnerischen Spieler in ihrer Hälfte abschlagen muss. Dabei hat er, solange er in der gegnerischen Hälfte ist, den Atem anzuhalten und ständig “kabaddi kabaddi” (den sogenannten cant) zu sagen, bis er die eigene Hälfte wieder erreicht hat. Daran versucht ihn die gegnerische Mannschaft zu hindern.

Wenn der Raider sicher zurückgekehrt ist und im gegnerischen Feld kein zweites Mal Luft holen musste, ist der Raid erfolgreich, und seine Mannschaft bekommt entsprechend der markierten und herausgenommenen Gegenspieler Punkte, ansonsten die verteidigende Mannschaft.

Einfach. Männlich. Ich mag das.

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